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EASY KOREAN ACADEMY – Level 1: Erste Eindrücke / First Impressions

 

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Seit einer Woche lerne ich nun Koreanisch an der Sprachschule. Zeit für eine Zusammenfassung:

Lernziele

 

Aufgrund der bereits vorhandenen Koreanisch-Vorkenntnisse liegt meine Hauptaugenmerk auf der Verbesserung von Aussprache, Rechtschreibung und Hörverständnis.

Ca. 85…90% der Vokabeln der ersten 8 Kapitel sind mir bereits bekannt, generell kann man sagen, dass mir die Grammatik ebenfalls vertraut ist. Mit einer Einschränkung: der Einstieg in die koreanische Sprache erfolgt in der EASY KOREAN ACADEMY (EKA) über die sehr höfliche “Subnida”-Form.

Diese habe ich während meines bisherigen Selbsstudiums völlig beiseite gelassen, da sie meist nur in bestimmten Situationen wie der Geschäftswelt, Fernseh-Nachrichten, Romane, Formulare,… zum Einsatz kommt. Oft spricht man in der etwas weniger formellen “Yo”-Form oder unter Freunden und Verwandten mit der informellen Sprechweise. Die beiden Letzteren machen wohl einen Groβteil der Kommunikation aus.

Prinzipiell ist die “Subnida”-Form nicht wesentlich anders als die von mir bisher gelernte “Yo”-Form, trotzdem braucht es Übung und Hörverständnis sowie einige spezielle Vokabeln, was mir aber bisher vollständig fehlt. Dies war letztlich der Hauptgrund, warum ich mich für einen Start im Level 1 statt im Level 2 entschieden habe.

Meine bereits vorhandenen Vorkenntnisse sollten mir helfen, mich im ersten Monat verstärkt auf die bereits erwähnten Lernziele sowie auf das Arbeiten an meinen Schwächen zu konzentrieren.

Die Schulklasse

 

In diesem Monat (August 2015) wurden im Sprachlevel 1 der Academy zwei Klassen gebildet: in der einen beginnen Studenten ohne Hangul oder Sprachvorkenntnisse, die Studenten der anderen Klasse (zu denen auch ich zähle) kennen bereits die Hangul-Schriftzeichen und können sie lesen – der eine besser, der andere schlechter, aber ausreichend für den Beginn.

In meiner Klasse sind wir insgesamt acht Studenten, dazu zählen sechs überwiegend junge Japanerinen und eine Chinesin. Am zweiten Tag ist bereits eine Japanerin aus gesundheitlichen Gründen nach Hause zurückgekehrt, was aber am folgenden Tag wieder ausgeglichen wird, als ein junger Hongkong Chinese dazustöβt, der sich nach dem Klassifizierungstest wohl eher in Level 2 gesehen hatte.

Insgesamt ist Level 1 der am meisten frequentierte Kurs der Schule und hat in der Regel immer eine Studentenzahl von 8 – 10. In den späteren Stufen – vor allem ab Level 3 – wird sich dieser jedoch voraussichtlich auf ca. 4 Studenten reduzieren.

Das Klassenzimmer ist relativ klein und eng, woran Japaner sowieso gewohnt sind und ich mich trotz meiner Körpergröβe auch nicht weiter störe. Kommunikation mit meinen Mitschülern ist vorerst aufgrund meiner mangelnder Japanisch und Chinesisch Kenntnisse vorerst nicht möglich, was ebenfalls nicht weiter störend ist.

Unsere Lehrerin ist mittleren Alters und hat viel Humor, daher ist der Unterricht trotz des hohen Lerntempos unterhaltsam und abwechslungsreich.

Am Ende der ersten Woche war die gesamte Klasse einschlieβlich Lehrerin beim gemeinsamen Essen in einem Bulgoki Restaurant. Man hatte die Gelegenheit, seine bisherigen Koreanisch-Kenntnisse unterstützt von Händen und Füβen anzubringen.

Gröβtes Problem für die Japaner ist vor allem die richtige Ausprache der Silben, Vokale und Konsonanten, was wie erwartet einen beträchtlichen Teil der Unterrichtszeit einnimmt. Da ich jedoch ebenfalls noch Zeit bis zur Perfektion benötige, profitiere ich davon gleichermaβen.

Mir ist bewusst, dass mein Koreanisch-Level derzeit noch weit über dem Klassendurchschnitt liegt, und meine Grammatik und Wortschatzkenntnisse bis ins Level 3 bzw. darüber hinaus reichen – natürlich erwartungsgemäβ mit Lücken, wie der Einstufungstest gezeigt hat. Diesen Vorsprung sehe ich jedoch als Chance, um verstärkt an meinen Schwächen zu arbeiten.

Auch wenn ich vor allem bei komplizierteren Sätzen etwas langsam spreche, kann ich mich wohl jederzeit überall durchschlagen. Allerdings macht das mangelnde Verständnis und Hörgefühl eine Unterhaltung für mich recht schwierig. Das wird sich hoffentlich mit der Zeit ändern.

Dennoch investiere ich auch auβerhalb des Instituts weiterhin viel Zeit in das Studium, da meine eigenen Ansprüche an mich durchaus sehr hoch sind.

Lerninhalte

 

Auch wenn ich nicht ganz glücklich darüber bin, dass der Kurs mit der “Subnida”-Form in die koreanische Sprache einsteigt, so sage ich mir, dass es wohl evetl. später ein Vorteil sein könnte, aus welchem Grund auch immer. Und ich schlieβe damit gleichzeitig eine meiner groβen Wissens-Lücken.

Nachdem am ersten Unterrichtstag noch einmal Hangul sowie die Aussprache geuebt wurden, lernen wir ab dem zweiten Tag bereits die ersten kurzen Sätze (Das ist..) und Fragen (was ist… / wo ist…/ wer ist…?). Weitere Themen sind Ländernamen und Einrichtungsobjekte eines Zimmers.

Am Beginn jeden Kapitels liest die Lehrerin alle Vokabeln vor, die jeder gemeinsam nachsprechen muss, dann folgt die Erklärung der Grammatik, die sofort anhand von Übungen in Büchern und Arbeitblättern sowohl gemeinsam als auch einzeln verbal einstudiert wird.

Den Abschluss bildet das Lesen, Hören und Nachsprechen des Kapitel-Haupttextes (kurzer dialog). Dieser muss dann bis zum darauffolgenden Unterrichtstag auswendig gelernt werden, wird dann nochmal mehrmals aufgesagt und schlieβlich schriftlich geprüft. Auch Wortschatz und Grammatik werden regelmäβig geprüft, dadurch hat man manchmal zwei Prüfungen an einem Tag.

Es werden von Lehrer und Studenten immer wieder Vokabeln benutzt, die nicht Teil des offiziellen Lehrplans sind und daher nicht geprüft werden. Ich schreibe mir trotzdem jede Vokabel auf und lerne sie.

Dies gilt insbesondere auch für die zum Erlernen der Grammatik wichtigen Wörter wie “Nomen, Verb, Partikel, Vergangenheit, Gegenwart,…”. Dadurch kann ich die Erklärungen der Lehrerin besser verstehen und somit mein Hörgefühl verbessern.

Erstes Fazit nach einer Woche

 

Ohne meine Koreanisch Vorkenntnisse wäre ich wohl schon jetzt stark am Schwitzen. Das Lerntempo ist vor allem den Wortschatz betreffend sehr hoch, der Unterricht macht jedoch Spaβ und man ist fast die gesamte Zeit voll konzentriert. Die viertelstündige Zwischenpause tut jedoch gut, um sich wieder zu sortieren.

Ich bereite mich zu Hause in dem Maβe vor, dass mir alle Vokabeln der anstehenden Woche und zumindest die Grundlage der Grammatik bekannt sind. Daher kann ich mich in den Unterrichtsübungen voll auf das Praktizieren und Üben der Grammatik konzentrieren. Auch konzentriere ich mich auf jedes Wort meiner Lehrerin und kann sie bislang gut verstehen. Wenn nicht, frage ich nach den fehlenden Vokabeln.

Ich freue mich jedenfalls auf die kommenden Wochen.

Fortsetzung folgt