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EASY KOREAN ACADEMY – Level 2: Es wird schwerer / It’s getting harder

 

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Auch der zweite Level ist geschafft ! Dank der Mondfest-Feier -Woche konnte ich mich in eine 8-tägige Pause retten und endlich Lernstoff nachbereiten.

 

Lernziele

 

Für mich war vor allem wichtig, im Level 2 weiter mein Hörverständnis zu verbessern und mich durch die immer forderndere Grammatik zu kämpfen.

In diesem Monat habe ich zusätzlich einen Konversationskurs (6 Studenten, nachmittags 2 x 2 Stunden pro Woche) gebucht, der nach mehreren Anfragen (auch von meiner Seite) zum ersten Mal für die Anfängerlevel angeboten wurde. Darin wird anhand praktischer Übungen die Anwendung der neuen Sprache im Alltagsleben (Restaurant, Fragen nach Zeit und Weg,usw.) trainiert. Man vertieft die bereits erlernte Grammatik und lernt zusätzliche neue Vokabeln, wobei mit der Lehrerin und den Mitschülern natürlich nur auf Koreanisch kommuniziert wird.

Auch wenn das Niveau der Kommunikation auf einem etwas niedrigeren Niveau stattfindet, so habe ich doch einige wichtige Dinge dazugelernt und trainiere zusätzlich mein Hörverständnis. Für den Level 3 habe ich den Konversationskurs bereits wieder gebucht.

Den Wechsel in einen höherstufigen Konversationskurs traue ich mir wegen evtl. Verständnisprobleme aber dann doch nicht zu.

 

Die Schulklasse

 

Level 2 bestand nur noch aus einer einzigen Klasse. Mit mir zusammen haben aus Level 1 nur noch zwei Japanerinnen das Koreanischstudium fortgesetzt, die junge Chinesin wollte sich uns eigentlich ebenfalls anschlieβen, tauchte aber nicht mehr auf. Dagegen gesellten sich fünf weitere Japanerinnen als Seiteneinsteiger zu uns, wir waren also insgesamt 8 Studenten.

Die erste gute Nachricht war, dass wir das groβe Klassenzimmer im vierten Stock zugewiesen bekamen. Es ist mit Fenstern auf 2 Seiten heller und geräumiger als in Level 1. Und auch unsere Lehrerin war die alte geblieben. Das bedeutete natürlich viele Hausaufgaben und tägliche Prüfungen (manchmal sogar zwei pro Tag!), aber auch beste Voraussetzungen zur Erlernung der Sprache. Und wir wurden nicht enttäuscht. Unsere Neueinsteiger passten sich relativ schnell den Gegebenheiten und dem Lerntempo an, so dass das Niveau des Kurses relativ hoch blieb.

Nach zwei Wochen verlieβen uns zwei Studentinnen, die sich in einem Parallelunterricht ihre Aussprache und Lesefähigkeiten verbessern wollten. Der Unterricht mit schlieβlich nur 6 Studenten war damit noch effizienter.

Bis zum Ende des Kurses sollte sich nichts mehr ändern und die Anwesenheitsquote lag bei fast 100%.

 

Lerninhalte

 

Level 2 erstreckt sich über die Kapitel 9 bis 15 des ersten Lehrbuchs und beginnt gleich mit der ‘höchstmöglichen’ Höflichkeitsform, der ‘Nopimmal’, was sich zu Beginn als etwas trickreich herausstellt, weil nicht nur die Verben entsprechend abgewandelt werden, sondern eine begrenzte Anzahl spezieller Verben, Nomen und Partikel angewandt werden müssen. Das bedarf natürlich Übung, wird aber mit der Zeit immer mehr zur Routine werden. Insgesamt haben wir uns drei Tage mit Kapitel 9 beschäftigt, dann kam in Kapitel 10 zusammen mit der informellen Höflichkeitsform (-어요/-아요) bereits der zweite Schwerpunkt und gleichzeitig die wohl gröβte Schwierigkeit der koreanischen Grammatik: die Flexion der Verben und deren Unregelmäβigkeiten. Man wird anfangs an den sogenannten 받침 verzweifeln, aber auch hier macht die Übung den Meister.

Von jetzt an sollte man eben nicht nur einfach die Grundform der Verben lernen, sondern diese dabei gleichzeitig immer und immer wieder mit den bekannten und neu gelernten Endungen bzw. Flexionen konjugieren. Dadurch werden die sogenannten Unregelmäβigkeiten früher oder später schlieβlich zur Routine.

Denn auf diesen Kenntnissen bauen nun alle folgenden Kapitel auf, die meistens jeweils drei neue Grammatikthemen wie zum Beispiel Vergangenheit, Zukunft, Befehl, Verneinung, Modalverben, aber auch die Verknüpfung von Sätzen einführen. Weitere Themen sind Datum, Partikel zur Aufzählung von Personen, Gegenständen, Alter, …usw. Auch der Wortschatz wird im rasenden Tempo ausgebaut, so dass man ständig unter Lerndruck ist.

Wirklich hilfreich sind die immer zu jedem Kapitel ausgegebenen Übungblatter , die im Untericht mündlich und als Hausaufgabe schriftlich bearbeitet werden. Darin wird man schrittweise in die neue Grammatik eingeführt und ergänzt ideal die bereits im Lehr- und Arbeitbuchsbuch vorhandenen Übungen.

Wie bereits in Level 1 wird in täglichen Prüfungen alternierend der Wortschatz und die Grammatik des aktuellen Kapitels sowie der jeweilige (auswendig gelernte) Dialogtext schriftlich abgefragt – letzteres scheint zusammen mit der hohen Prüfungsfrequenz eine spezielle und exklusive Unterrichtsmethode unserer Lehrerin zu sein.

Am Ende der ersten Woche wurde in einem etwas gröβeren Test nochmals der Wortschatz und die Grammatik aus Level 1 abgefragt, am vorletzten Unterrichtstag erfolgte dann wieder der groβe Abschlusstest (mündlich/schriftlich).

Die Tests sind übrigens, sofern man keine zu grossen Lücken im Wortschatz hat, insgesamt nicht übermäβig schwer, da die Grammatik zuvor wirklich intensiv geübt wird. Die gröβte Herausforderung liegt meistens in der Konzentration auf die Rechtschreibung, wo die Gefahr groβ ist, einmal ein Strichlein oder ein “ieung” zu vergessen, einen Vokal zu verdrehen oder 에 mit 애 zu vertauschen.

 

Fazit:

 

Nachdem mir in den ersten Prüfungen des Monats der eine oder andere Rechtschreibfehler unterlaufen war, habe ich meine Bemühungen diesbezüglich wieder verstärkt und blieb schlieβlich bis zum Schluss (zumindest in den Tests) fehlerlos.

Generell kann ich dem koreanischen Unterricht meiner Lehrerin relativ gut folgen, allerdings hat das Erklären der Grammatik auf Koreanisch seine Tücken. Die eine oder andere Information kann man hier durchaus überhören oder nicht bzw. miβverstehen. Folglich habe ich meine Lehrerin morgens meistens mit der einen oder anderen Frage zur Grammatik oder Wortschatz begrüβt. Im Grunde bin ich der einzige der regelmäβig Fragen stellt, obwohl es meinen Mitschülerinnen wohl teilweise ähnlich geht.

Inzwischen habe ich mir ein sehr gutes Grammatikbuch gekauft, das komprimiert in Englisch die Grammatik erklärt sowie Bespielsatze und kleine Übungen anbietet. Zudem sind die Beispiele auch als Audiofile auf einer CD beigefügt. Damit bin ich jetzt in der Lage mich bereits vorab etwas einzulesen und entsprechend auf den Unterricht vorzubereiten, was die Lerneffizienz der mündlichen Übungen während des Unterrichts sicher verbessern wird.

Das Grammatikbuch (3-teilig, erster Teil “Beginning” kostet ca. US$ 18) kann ich übrigens empfehlen:

KOREAN GRAMMER IN USEKOREAN GRAMMER IN USE

Mit dem Lernerfolg bin ich bisher sehr zufrieden, es erfordert aber auch groβe Anstrengungen, täglich den Wortschatz zu lernen und die neue Grammatik einzuüben. Für das Wiederholen des älteren Lernstoffes bleibt nur wenig Zeit. Mal schauen, wann ich hier an meine Grenzen komme. Zur Zeit zehre ich immer noch von meinen bereits angeeigneten Vorkenntnissen.

Fortsetzung folgt