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EASY KOREAN ACADEMY – Level 3: Spaβ & Stress / Fun & Stress!

 

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Ich bin nicht mehr der jüngste, und das Erlernen einer neuen Sprache muss man sich in meinem Alter hart erkämpfen. Überwiegend lerne ich hier zusammen mit jungen Japanerinnen, deren eigene Sprache aufgrund des starken Einflusses des Chinesischen Ähnlichkeiten im Satzbau sowie im Vokabular aufweist. Damit tun sie sich wahrscheinlich ebenso leicht wie Deutsche beim Erlernen der englische Sprache. Vor allem fällt es Ihnen merklich leichter, koreanischen Konversationen zu folgen.

In Level 3 steigt der Schwierigkeitsgrad weiter an, zum Glück kann ich den Worten meiner Lehrerin weiterhin folgen, allerdings fällt mir dies im falle nachlassender Konzentration zunehmend schwerer. Dennoch habe ich keine Problem damit, das Erlernte zu verstehen, wenn es auch schwerer fällt.

Lernziele

 

 

Ab jetzt geht es nur noch darum, mich durch den Stoff zu arbeiten und auf dem neusten Stand zu bleiben. Der Wortschatz der Lehrbücher enthält nun immer mehr Wörter, die mir nicht bekannt sind und der Lernaufwand steigt diesbezüglich an. Daher komme ich immer weniger dazu, bereits erlente Wörter regelmäβig zu wiederholen.

Ich habe das Gefühl, das meine Leseleistung bestenfalls Klassendurchschnitt, wenn nicht sogar etwas darunter ist. Dies ist unbefriedigend für mich, da die Sätze aufgrund der anwachsenden Grammatik immer komplizierter werden (allerdings immer noch nicht allzu schwer), ich diese jedoch manchmal ein zweites Mal lesen muss, um deren Sinn ganz zu erfassen. Ob es meinen Klassenkameradinnen genauso geht, ist schwer zu erkennen, da in den Übungsaufgaben meist nur bereits vorgegebene Worte in die richtige grammatische Form gebracht werden müssen, wozu nicht immer das Verständnis des gesamten Satzes notwendig ist. Auf jeden Fall habe ich verstärkt das Gefühl, dass für mich in Level 4 wohl schwerere Zeiten anbrechen werden.

Die Schulklasse

 

 

Aus Level 2 haben nur noch zwei Japanerinnen ihr Studium in Level 3 fortgesetzt, eine von Ihnen begann mit mir bereits zusammen in Level 1. Zu uns gesellten sich eine Hongkong Chinesin, eine Italienerin sowie 2 Japanerinnen, eine von Ihnen sogar deutlich älter als ich. Nach zwei Wochen hat sich die Chinesin wie zu Beginn des Kurses angekündigt wieder verabschiedet und wir konnten den Kurs zu sechst beenden. Insgesamt lag auch hier die Anwesenheitsquote bei nahezu 100%!

Diesmal bekamen wir wieder ein relativ enges Klassenzimmer – ähnlich Level 1. Und dazu eine neue Lehrerin mit einem etwas anderen Unterrichtsstil. Zudem erfolgten die Prüfungen nur noch nach Abschluss eines Kapitels, was deren Anzahl deutlich verringerte, zumal die Dialogtexte der Kapitel auch nicht mehr geprüft und damit nicht mehr auswendig gelernt werden mussten.

Neu war vor allem, dass die Übungen der Arbeitsblätter und Lehrbücher nicht mehr gemeinsam durch lautes Lesen, sondern zuerst in Zweiergruppen und dann anschlieβend erst gemeinsam durchgearbeitet wurden, wobei jeder einzelne die Gelegenheit bekam, eine der Übungen vorzulesen bzw. mündlich vorzutragen. Meiner Meinung nach eine durchaus effektive Methode.

Das Koreanisch der jungen Lehrerin war sogar etwas besser zu verstehen als das ihrer Vorgängerin in Level 1 und 2, die allerdings wieder andere Stärken hatte.

Das Lerntempo blieb weiterhin hoch, aber niemand fiel in seinen Leistungen nenneswert ab. Die ältere Japanerin bestach durch gutes Verstehen der koreanischen Sprache, auch sprach sie Koreanisch schon relativ schnell, allerdings streute sie immer wieder japanischen Wörter ein. Ihr Wortschatz war umfangreich und sie las beneidenswert flüssig., Ihre Schwäche lag vor allem in der Rechschreibung, was den Punkteschnitt in Prüfungen doch relativ stark (allerdings immer ausreichend zum Bestehen) beeinträchtigte.

Lerninhalte

 

 

Hauptlehrinhalt des Level 3, entsprechend den Kapiteln 1 – 7 des EKA Lehrbuchs Nr. 2, sind die Verlaufsform, Modalverben wie dürfen bzw. müssen sowie ein Einstieg in die Nebensätze, die einerseits ‘adjektiviert’ vor den Satzgegenstand oder das Objekt gesetzt werden oder z.B. durch Woerter wie wenn, weil,… eingeleitet werden.

Letzten Endes läuft auch hier alles auf das Konjugieren der Verben bzw. des Setzen von Endungen an deren Ende hinaus. Dies ist nach wie vor relativ schwierig, da erst mit der Zeit eine gewisse Routine einsetzen wird. Schwieriger für mich ist jedoch das Erkennen der grammatischen Formen in der koranischen Konversation, die ja relativ schnell ist und keine Zeit zum Überlegen lässt. Hier gibt es nur eines: anwenden und viel Koreanisch hören (Podcast, Dramen,…)

Meine Leistungen im Lesen bereiten mir jedoch Kopfzerbrechen, da ich im Frühjahr relativ fleiβig “Gulliver’s Reisen” auf Koreanisch rauf und runter gelesen hatte. Die Lesekünste meiner Klassenkameradinnen aus Japan sind hier allerdings als ‘Benchmark’ für mich nur bedingt geeignet, da die japanische Sprache ebenfalls auf einer – wenn auch weniger komplizierten – Silbenschrift beruht.

Hangul hat eine recht überschaubare Anzahl an Schriftzeichen, deren Kombinationsmöglichkeiten jedoch recht vielfältig sind.

Vokale wie ㅓ und ㅏ, ㅕ und ㅖ, 위 und 의,… sind bei flüssigem Lesen relativ rasch verwechselt, Silben wie 꿇 stellen je nach Schriftgröβe schon höhere Ansprüche an das Augenlicht und unterbrechen den Leserhytmus, dazu kommen kommen noch eine gröβere Anzahl an Regeln bzgl der Aussprache der Silben. Der Fortschritt beim Lesen ist mir zu langsam, auch wenn es deutlich flüssiger geht als zu Beginn. Gerade in meinem “Gulliver” gibt es aber immer wieder Passagen, die ich relativ stockend lesen muss, aus welchen Gründen auch immer. Dies hängt teils natürlich damit zusammen, dass ich viele der Wörter noch nicht gelernt habe, dennoch sehe ich hier deutlich Luft nach oben.

Am Ende der ersten Woche erfolgte wieder die obligatorische schriftliche Prüfung der Grammatik und der Vokabeln aus Level 2, kurz vor Ende des Monats dann die Abschlussprüfung der Inhalte von Level 3.

Auch während Level 3 habe ich den zweimal wöchentlich stattfindenen Konversationskurs besucht, diesmal zusammen mit nur drei weiteren Studenten. Auch wenn es Spaβ macht: da der reguläre Kurs bereits viel Zeiteinsatz erfordert, fehlen mir die beiden Nachmittage, an denen ich erst um 19Uhr wieder zuhause bin, zur ausreichenden Vorzubereitung auf den nächsten Morgen, gerade wenn eine Prüfung ansteht. Daher werde ich auf den Kurs in Level 4 verzichten.

Fazit:

 

 

Meinen guten Punkteschnitt aus den beiden ersten Leveln von fast 100% konnte ich in den Prüfungen erwartungsgemäβ nicht mehr ganz halten. Da ich allerdings immer fleiβig meine Hausaufgaben erledigt und viel gelernt hatte, war ich in den Prüfungen insgesamt immer noch Kursbester oder schlechtestenfalls Zweitbester.

Ich spüre, das mein Koreanisch bzgl. Rechtschreibung, Sprachverständnis und Sprechen besser geworden ist.

Da mir allerdings Zeit zum Wiederholen des alten Worschatzes fehlt, tauchen hier vermehrt Lücken auf. Zusammen mit meiner ‘Leseschwäche’ führte das am Ende des Levels zu Überlegungen, evtl. einen Monat auszusetzen, um alten Stoff wiederholen zu können. Dies wäre meiner Meinung nach allerdings noch zu früh, andererseits wollte ich aber auch vermeiden, dass ich bereits in der nächsten Stufe der Klasse ‘hinterherhinke’. Daher habe ich letzten Endes beschlossen, Level 4 im Privatunterricht am gleichen Institut fortzusetzen.

Fortsetzung folgt