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In der Koreanisch-Sackgasse / Reached the Korean Deadlock!

 

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Obwohl ich seit vielen Jahren in Korea lebe, habe ich nie richtig Koreanisch gelernt.

Warum?

Im Grunde war der äuβere Druck zum Erlernen der Sprache nie extrem hoch: Meine koreanische Ehefrau spricht fast perfekt Deutsch, im Berufsleben habe ich mich mit den Kunden immer direkt oder über Vertreter auf Englisch verständigen können. Der Umgang mit den Behörden, der Bank, Post,… usw. wurde immer durch meine Frau erledigt.

Auf der anderen Seite gab es jedoch immer einen inneren Druck, da die damit verbundene Abhängigkeit von meiner Frau sowie jegliche Fragen, die meine Sprachkenntnisse nach so vielen Jahren in Korea betrafen, immer relativ unangenehm waren.

Deswegen hatte ich über die Jahre mehrnals damit begonnen, die Sprache zu lernen, scheiterte aber immer wieder an Zeitmangel und v.a. an der eigentlich ”fehlenden Notwendigkeit’.

Schlieβlich ist Koreanisch nicht einfach zu erlernen und entspricht ungefaehr dem Schwierigkeitsgrad der deutschen Sprache (wobei ich in dieser Hinsicht andere Meinungen ebenfalls respektiere). Wer also keine herausragende Sprachbegabung besitzt, muss sehr viel Zeit investieren.

Diese ist natürlich auch abhängig vom Umfeld, in dem man sich bewegt. Denn wer täglich gezwungen ist, auf Koreanisch zu kommunizieren, wird sich die Sprache schneller aneignen können. Dies war bei mir nicht der Fall.

Verglichen mit meiner Heimatsprache Deutsch ist im Koreanischen vieles einfacher, vieles aber auch schwerer, wobei ich an dieser Stelle nicht auf Einzelheiten eingehen will.

Da ich meine Zukunft aber weiterhin in Korea sehe, habe ich bereits vor über zwei Jahren damit begonnen, mir die Sprache im Selbststudium und mit Hilfe meiner Ehefrau beizubringen und dabei sicherlich beachtliche Fortschritte gemacht. Allerdings bin ich trotz groβem Zeiteinsatz nun an einem Punkt der Stagnation angekommen.

Geplant war das Erlernen der koreanischen Sprache durch regelmäβiges Sprechen mit meiner Frau, wobei ich groβteils auf Lehr- und Arbeitsbücher verzichtet habe.

Meinen inzwischen fast 1.500 Vokabeln umfassenden Wortschatz sowie Grammatikkenntnisse konnte ich mir durch das Sprechen und mit Hilfe des Internets (z.B. TTMIK) aneignen. Dem Lernen fehlte damit aber eine klare Struktur und die notwendige Wiederholungsroutine. Auch waren die Lücken in der Rechtschreibung sehr gravierend. Dies verlangsamte den Fortschritt kontinuierlich und brachte ihn fast zum Stillstand. Das Erlernen der Sprache wurde zum täglichen Kampf gegen den Frust. Zudem hatte meine Frau nur wenig Zeit, mich dabei zu unterstützen.

Inzwischen ist in mir die Überzeugung gereift, dass ich hier auf die Hilfe von qualifizierten Lehrern nicht verzichten kann.

Daher habe ich mich Ende Juli 2015 an einer Sprachschule angemeldet.

Ich möchte von nun an an dieser Stelle über meine Erfahrungen an der Schule und über die sich hoffentlich einstellenden Fortschritte berichten.

Vielleicht sind diese ja für all diejenigen Hilfe und Ansporn, die sich ebenfalls der täglichen Herausforderung der koreanischen Sprache stellen.

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